Zementieren 

Beim Zementieren wird der Kohlegehalt der Oberfläche des kohlearmen Stahls angereichert. Beim Verfahren wird der Stahl in einem Medium mit atomarem KohlSAM_1629 geheizt. Die Kohle diffundiert in die Oberfläche des Bauteils ein und dadurch wird  dessen Kohlegehalt erhöht. Die Größe und der Kohlegehalt dieser an Kohle reichen Schicht hängt von der Qualität des Stahls und von den Umständen der Zementierung ab. 

 

Das Zementiermedium kann fest, gasförmig und flüssig sein. Das Zementieren wird unter Gas durchgeführt, aber das Zementieren der kleineren Teile kann auch mit  Zementierkohle durchgeführt werden.  

 

Das Gas für das Zementieren wird aus Methanol erzeugt und die genaue Regelung der Zusammensetzung des Gases wird mit Propan und Luft durchgeführt. In Kenntnis der Temperatur und des Zementiergases kann die Zementierzeit für die vorgegebene Hautstärke definiert. 

Die Bauteile werden am meisten aus dem Ofen gehärtet (Direkthärtung), aber es besteht die Möglichkeit, die Teile in einem neutralen Gas abkühlen lassen und so wird die Entkohlung und Zunderung vermieden.

 

Vorteile der Gaszementierung:

  • schnell
  • sauber
  • gleichmäßige Qualität
  • reproduzierbar

 

Die allgemein verwendete Hautstärke liegt bei 0,8 mm, aber in speziellen Fällen kann sie sogar bei 2 mm liegen.